Airsoft Prison Breda

Airsoft Prison Breda

Heute folgt nun der dritte und letzte Teil unserer Reihe “Airsoft in den Niederlanden” mit den ersten Einblicken in das neue Airsoft Prison Breda.

Old Entry

Da Philip in einem niederländischen Team spielt und ebenso in diversen Facebook Gruppen der niederländischen Airsoftszene fleißig mit liest, wurde er direkt hellhörig als es um das Thema Gefängnis ging. Wie er bereits aus dem exklusiven “invite only” Spiel in Utrecht gelernt hat, sind gerade solche Orte ein Highlight  für ihn und viele andere. Nicht alleine der Kick in einem Gebäude zu spielen wo vor nicht allzu langer Zeit noch Schwerverbrecher hausten macht einen solchen Ort besonders. Vielmehr ist es interessant in solch ein Gebäude zu gehen, welches Jahre lang geplant wurde um eben so übersichtlich wie möglich und dennoch sicher von außen und innen zu sein.

Philip sah den Banner “Prison Breda, Coming soon” und hängte sich sofort ans Telefon um schnellst möglich einen Besichtigungstermin vor dem Grandopening zu bekommen. Er rief die Niederländische Nummer an die er zuvor per Mail bekommen hatte und es meldete sich Nico vom ATCX (Airsoft Trainings Center). Beider verständigten sich gut auf Englisch und konnten noch vor der Eröffnung einen Termin für den 19.11.2017 festlegen.

Die Anreise

Da Philip nächst der deutsch/niederländischen Grenze wohnt, kann er sagen er ist “schnell” in den Niederlanden. Zumindest hat er oft weniger Fahrtzeit als z.B. jemand aus Köln. So machte er sich am Sonntag Morgen um 08:00 Uhr auf um pünktlich um 9:30 Uhr vor den Toren des Prison Breda zu stehen. Die Fahrt war langweilig, er erinnerte sich gerne an das Spiel mit seinem Team in Utrecht zurück, fuhr jedoch unvoreingenommen weiter Richtung Breda. Kurz noch hier über die Brücke, vorbei am Polizeipräsidium hinten auf den Parkplatz neben dem Gefängnis. Philip traf sich heute mit Dominique vor Ort, den er durch die Airsoft Szene in den Niederlanden und Blackout Airsoft kennen gelernt hatte. Um 10:00 Uhr war Dominique angekommen und sie konnten Richtung Haupttor gehen. Am Haupttor angekommen, kontaktierten die beiden Nico erneut, der uns dann mitnahm auf das Gefängnisgelände.

Die Ortschaften

De Koepel

Nico begrüßte die beiden sehr herzlich und bat uns herein. Zuerst zeigte er ihnen die “Koepel” (Kuppel). Hier würde man in Zukunft kein Airsoft spielen, dennoch eine sehr pompös wirkende Runde Kuppel mit vier Etagen Gastfreundschaft für Gefangene. In der Mitte große Leere. Hier wurden anscheinend die ganz Netten untergebracht. Wie Nico den beiden erzählte, hatte hier gestern noch ein “Prison Escape” Spiel stattgefunden. Eine sehr interessante Sache wie die beiden fanden. 

De Koepel inside

Weiter ging es über den Innenhof zum Fußball- und Basketballplatz in Richtung “neuen” Zellen Trakt. Da am heutigen Tag das Promotionvideo zum “Prison Breda” gedreht wurde, fanden die beiden diverse Spieler vor Ort die als Darsteller fungierten. Nico versicherte jedoch, das trotzdem alles besichtigt werden kann.

Zunächst ging es runter in den Keller. Den wohl kleinsten Zellen Trakt in diesem Teil des Geländes. Diese Zellen dienten als Isolationszellen. Kein Waschbecken, kein Bett. Nur ein WC aus Stahl was in der Ecke stand. Es ging über eine Eisentreppe mit Holzstufen nach oben, wo auch gerade die Videoszenen für das Promovideo gedreht wurden (Philip und

Basket-/Soccerfield

Dominique hoffen das sie auf den Bildern nicht zu sehen sind 😀 ). Nach einigen Eindrücken der Arbeit die hinter dem Video steckt, machten Philip und Dominique sich auf den Weg nach unten. Sie betraten nun das zweite Obergeschoss wo sie keinen stören konnten, da keiner dort war. Die Tür vom Zellen Trakt fiel ins Schloss, beide schauten sich verdutzt an: “NEIN…..Oder?”. Dominique testete die Zweite Tür, diese war verschlossen. Ein Hauch von Panik machte sich breit bis Dominique die dritte Tür öffnen konnte und die beiden wieder der Freiheit Gewiss waren. 

Beschreibung 2.OG

Im zweiten Obergeschoss sahen die Zellen schon anders aus als im Keller. Man konnte hier zwar ebenfalls kein Bett vorfinden, jedoch hatte man den Einblick in die Zelle mit Schreibtisch, Toilette/Waschraum mit Tür und Regal. Die Zellen haben eine “angenehme” Größe und somit fast genau so groß wie ein Einzelzimmer in einer Jugendherberge. Leider wurden in diesem Gefängnis alle Türen gegen Holztüren ausgetauscht, da hier bis vor Kurzem noch Asylanten ihre Unterkunft hatten. Gerne würde Nico die Türen wieder drin haben, jedoch sind diese so schwer, das sie selbst mit vier Mann nur sehr schwer zu tragen sind. Alle Etagen sind über FÜNF Treppenhäuser erreichbar. Gespielt wird hier nur im inneren Bereich, den Philip und Dominique sich genauestens angeschaut haben- Die Herausforderung wird darin liegen die Spiele so zu gestalten, dass sich niemand irgendwo fest schießt.  Hier hat Nico den beiden aber schon verraten, dass es da keine Probleme geben dürfte. Gespannt bleiben können wir aber alle noch, noch ist das Gelände nicht fertig gestellt.

Second Floor

Gespielt wird nach der Eröffnung von Freitag bis Sonntag zu unterschiedlichen Zeiten. Eventuell wird es auch Nachtspiele geben, die dann aber wohl ohne Übernachtung ausfallen werden. Insgesamt bietet das Spielfeld 6000qm Platz und Spiele sind geplant mit bis zu 60 Teilnehmern pro Spiel. Die Spielmodis werden selbstverständlich den Gegebenheiten angepasst, sodass keine Langweile oder Frust aufkommen sollte. Insgesamt wird es ein sehr großer Spaß für Spieler werden das Terrain zu erkunden und diesen Einblick zu bekommen. Der Preis wird bei ca. 30€ pro Spieltag liegen. Die Spieltage sind Freitags, Samstags und Sonntags mit unterschiedlichen Zeiten geplant.

Zurück am Startpunkt trafen die beiden dann noch auf Dave. Vielen der Spieler die öfter in NL spielen als Eigentümer und Organisator von Airsofthallen und Events bekannt. Nach ein paar Sätzen über das Gebäude und weitere Themen, mussten Philip und Dominique sich leider wieder auf den Rückweg machen. So blieb ein Interview aus, welches jedoch demnächst nachgeholt wird. Die Eröffnung des Gebäudes und somit auch der Start der Skirms wird für den 01.12.2017 angesetzt. Bis dahin gibt es jedoch noch viel zu tun und Abnahmen durch die Ämter, welche eine eventuelle Verzögerung verursachen könnten. Das Parken ist vorerst nur kostenpflichtig auf einem vorliegenden öffentlichen Parkplatz möglich. Dies wird jedoch auf kurz oder lang durch den Inhaber geändert, sodass man direkt auf dem Gelände parken kann.

 

Fazit

Das Gebäude ist imposant und von außen ähnlich dem Gefängnis in Arnhem. Auch wenn durch das Austauschen der Türen nicht so viel Charme wie in Utrecht entsteht und auch die Weitläufigkeit des Geländes beschränkt ist, kann man hier von sehr guten Spielen ausgehen. Veranstalter und Inhaber sind jahrelang erfahren und können somit den Problematiken die sich im Spiel ergeben könnten professionell entgegen wirken. Die Grundrisse der Etagen sind ideal für Spiele wie Hauptquartier, Capture the Flag oder auch King of the Hill. Ebenfalls positiv zu bemerken ist das Vorhaben open Skirms zu veranstalten entgegengesetzt zu den Spielen in Utrecht die nur mit Einladung stattfinden können.  

 

Alle Bilder Airsoft Prison Breda

 

 

About Philip

Philip sammelt seit 2010 Erfahrungen im Airsoft Bereich und gründete mehrere Non-Profit Unternehmen. Bis 2011 war er nebenberuflich als begeisterter DiscJockey in verschiedenen Clubs Deutschlands und den Niederlanden unterwegs. Die Begeisterung zum Schreiben und der Kommunikation über Internetseiten und Social Media bewegten ihn dazu im Jahre 2017 Combat-AS zu gründen.

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