Arcturus AK05 im Review bei Fabian

Arcturus AK05 Review

Mahlzeit,

Heute von mir das zweite Review für Combat-AS. Da wir letztes Mal eine M4 hatten habe ich mir für dieses Review eine AK ausgesucht. Ich bin der Meinung, dass wir AK-Modelle immer seltener auf unseren Feldern sehen und speziell im Bereich CQB bis hin zum Speedsoft, AKs kaum noch zu sehen sind. Aber muss das so sein? Wir werden es im folgenden Review herausfinden.

 

Technische Daten:

Material: Stahl, eloxiertes Aluminium (CNC gefräst), Kunststoff, Metall
Länge 730/815 mm
Gewicht: 3400g
Energie: ~ 1,4 Joule (laut Messprotokoll 1,65 – 1,71 J)
Gearbox: V3, verstärkt
Hersteller: ARCTURUS

 

Ganz Recht! Für dieses Review haben wir uns die Arcturus AK05 bei shop-gun.de besorgt. Die AK05 gibt es hier ab 370,00€. Wer will kann sich natürlich gegen Aufpreis direkt vor Ort noch das hauseigene J-TAC Mosfet verbauen lassen. Außerdem bietet shop-gun noch den Wechsel des Hop-Up Gummies auf eines der im Shop verfügbaren wie zum Beispiel Maple Leaf oder Aim Top an.

 

Lieferumfang und Verpackung:

 

Die Arcturus wird in einem Karton geliefert, welcher locker auch mal einen Sturz aushält. Zusammen mit der Auskleidung innen ist die AK bestens vor Transportschäden geschützt! Besser ist nur ein Koffer.

Im Lieferumfang finden wir dann nebst der üblichen Anleitung und dem Reinigungs-/Anti-Jam-Stab ein Messprotokoll von shop-gun.de, einen Arcturus Rubber-Patch (cool!), einen Innensechskant-Schlüssel, zwei Magazine (1x Hi-Cap, 1x Mid-Cap/Real-Cap) und zu guter Letzt natürlich die AK05.

 

Externals & Verarbeitung:

Mit einem Leergewicht (ohne Magazin, ohne Akku) von 3,4Kg ist die AK05 natürlich kein Leichtgewicht. Zu dem Gewicht tragen unter anderem die vielen Stahlteile bei. Receiver, Dust Cover, Fire selector sowie Trigger guard und mag release sind aus kalt gepresstem Stahl.

Aber fangen wir vorne an. Dort finden wir einen Mündungsfeuerdämpfer ebenfalls aus Stahl und CNC nachgearbeitet. Dieser ist mittels eines federgelagerten Pins und einem Gummiring gegen lösen gesichert. Das Gewinde darunter ist ein 14mm CCW (Counter-Clock-Wise) Gewinde. Es passen also alle gängigen Schalldämpfer und Tracerunits.
Darauffolgend finden wir Gasabnahme, inklusive verstellbarem Korn aus Stahlguss. In diese mündet auch unser Outerbarrel. Der Outerbarrel sitzt, anders als zum Beispiel der Lonex Osiris, bombenfest.
Auch der Handguard sitzt unheimlich fest und ist nicht zu bewegen. Dieser ist aus CNC gefrästem Aluminium und besteht aus 2 Teilen. Der obere Teil bedeckt den Gasblock und bietet mit der ca. 10cm langen Picatinny-Rail genügend Platz für ein Rotpunkt. Der untere Teil mischt dann 6cm kurze Picatinny-Rails rechts und links mit M-Lok Aufnahme-Möglichkeiten unterhalb. So kann man also unten einen schön schmalen angled fore Grip anbringen und an der Seite ganz locker noch die Halterung für die GoPro.

Sollte man einen 2-Point Sling benutzen wollen ist es sicherlich auch interessant zu wissen, dass der Handguard auf den Rails rechts und links Aufnahmepunkte für eine QD Sling Mount hat.

 

Wie eingangs schon erwähnt, bestehen Receiver und Dust Cover aus kalt gepresstem Stahl und sind äußerst stabil. Das Dust Cover sitzt tatsächlich so fest auf dem Receiver, dass ich es nur mit großer Mühe vom Receiver lösen konnte. Hier am besten mit einem Hammer so leicht nachbearbeiten, dass es zwar einfacher zu lösen ist aber dennoch nicht so locker sitzt das es klappert. Auch der Feuerwahlhebel sitzt anfangs sehr stramm, sollte sich aber mit regelmäßiger Betätigung ein wenig einlaufen. Spätestens dann ist es auch möglich, diesen mit der extra dafür angebrachten Erweiterung für den Zeigefinger zu nutzen ohne die Hand vom Griff nehmen zu müssen.

Nun liegt meines Erachtens nach im CQB ein gewisser Focus darauf, dass alle Elemente beidseitig bedienbar sind. Damit kann uns die AK, gerade beim Feuerwahlhebel ausschließlich auf der rechten Seite, natürlich nicht dienen. Allerdings haben wir in Deutschland während des Spiels auch nicht den Luxus zwischen verschiedenen Feuermodi zu wechseln. Dementsprechend bin ich der Meinung, dass dieser Punkt zu vernachlässigen ist.

Beim Wechsel des Magazins sieht das ganze natürlich schon wieder ganz anders aus. Ob man nun Rechts- oder Linksschütze ist das Magazin lässt sich immer gleich lösen und wer kein Problem damit hat seine Magazine auch mal auf den Boden fallen zu lassen weiß, dass ein Magazinwechsel bei der AK mindestens genauso schnell sein kann wie bei dem Konkurrent M4/AR15. Anleitungen dazu bietet Youtube zu genüge.

Der Griff ähnelt entgegen dem AK-Standard eher einem Magpul MOE und besteht bei Arcturus aus Polyamid-Kunststoff. Er weist vorne und hinten eine leichte Riffelung auf, um den Grip zu verbessern. Unten finden wir, anstatt der gewohnten Schraube, eine kleine Klappe womit wir nach dem Öffnen an den Motorkäfig kommen. Insgesamt passt der Griff sehr stimmig zum eher modernen Stil der AK und fasst sich auch sehr angenehm. Bei dem uns zur Verfügung gestellten Modell habe ich allerdings eine kleine Gussnase gefunden.

Vom Schützen auf der linken Seite finden wir dann noch die typische Schiene zur Aufnahme einer QD Sidemount. Auch diese besteht wie der Rest des Bodys aus Stahl.

Zu guter Letzt kommen wir vom Body zum Schaft. Modern soll diese AK wirken und so hat der Hersteller der AK05 einen M4-Schiebeschaft verpasst. Ganz ehrlich… warum eigentlich nicht. Spätestens mit den AK-12 und AK-15 Modellen ist auch LCT zu den Schiebeschäften übergelaufen und meiner Meinung nach ist es praktischer als die alten Klapp- oder Festschäfte. Gerade bei der Arcturus begeistert mich der Schiebeschaft, denn er kann eines was viele hoch dekorierte Airsoft Hersteller nicht gebacken bekommen: er wackelt nicht!! Der Schaft der AK05 hat im eingefahrenen Zustand nur ein minimales Spiel in der Rotation. Nach oben und unten wackelt da mal überhaupt gar nichts. Ist der Schaft ganz ausgefahren, das gleiche Spiel. Rotation: ja minimal, Wackeln nach oben oder unten: NEIN. Trotz der minimalen Toleranzen lässt sich der Schaft einfach in seine Sechs Positionen verschieben. Um dem Ganzen dann noch die Krone aufzusetzen hat Arcturus dem Schaft eine schöne Gummierung verpasst. Hier also Verarbeitung vom allerfeinsten!

 

Internals:

Tja Freunde was soll ich euch erzählen…

Ich hätte euch heute gerne mal eine Gearbox außerhalb des Receivers gezeigt bzw. diese auch mal aufgemacht, ABER leider ist da eine Schraube welche die Hop Up Unit durch eine kleine Kunststoffplatte an ihrem Bestimmungsort hält. Diese Schaube ist leider schon so ausgelutscht, dass ich auch mit 2 verschiedenen Sätzen Innensechskantschlüsseln nicht in der Lage war die Schraube zu lösen.

Trotzdem sollt ihr natürlich einen Überblick darüber bekommen was Arcturus hier in seiner Gearbox verbaut.

Die Shell an sich ist leicht verstärkt und oben vorbereitet für eine EBB-Einheit. Allerdings hat die AK05 in diesem Review kein EBB. Dies lässt aber vermuten, dass Arcturus in Zukunft Modelle mit EBB herausbringen wird. Das Bevel Gear ist hier mit 8mm Kugellagern ausgestattet, Sector Gear und Spur Gear laufen in Stahllaufbuchsen.
Sehr schön finde ich, dass die AK05 mit einem Federschnellwechselsystem kommt. Um die Feder wechseln zu können muss man aber die Gearbox zumindest so weit ausbauen das man sie um ca. 5 cm anheben kann. Beim Springguide setzt Arcturus auf einen kugelgelagerten und passen dazu ist auch der Pistonhead kugelgelagert. Der Piston selber besteht aus Polymer und hat eine Vollzahn-Reihe aus Stahl.

Leider Gottes hat Arcturus in allen seinen Modellen einen Microswitch verbaut. Dies macht die AK leider NICHT kompatibel zu Mosfets wie dem Gate Titan, Jefftron Leviathan oder Perun Optical. Alle Mosfets die außerhalb der Gearbox benutzt werden sollten richtig montiert natürlich funktionieren und sind hier auch empfehlenswert.
Eine Funktion, durch die sich die Arcturus abhebt, ist eine Federentspannfunktion. Den Drücker hierfür finden wir in der Nähe des Triggers. Ist also gut und schnell zu erreichen. Sollte die AK05 im Game also mal jammen, ist dieser schnell behoben.

Etwas unglücklich finde ich die Verkabelung. Möglicherweise ist dies aber nur bei unserem Testmodell so. Jedenfalls läuft eines der Kabel durch den Magazinschacht und wird meiner Meinung nach gefährlich geknickt. Zu guter Letzt kommen wir zu Lauf und Hop-Up. Das Hop-Up besteht hier wieder aus Metall und wird durch den Schieber verstellt, den man von vielen anderen Modellen kennt. Der Schieber wird bei Arcturus durch eine kleine Kunststoffplatte gestützt und ist somit sehr gut einzustellen.

Der Lauf ist ein Messinglauf und besitzt nach Angaben des Herstellers einen Durchmesser von 6,01mm.

Magazintest:

Auch in diesem Review habe ich wieder verschiedene Magazine bei meinem Team eingesammelt, um zu testen, ob diese passen. Leider haben hier bis auf eines (außer den Magazinen von Arcturus selber) keine der getesteten gepasst.
Passt nicht: Begadi Mid-Cap, Cyma High-Cap, EXP Mag King Mid-Cap

Passt: G&G Mid-Cap, Arcturus Mid-Cap + High-Cap

 

Fazit:

 

Was haben wir also am Ende mit der AK05 von Arcturus? Äußerlich eine moderne und wirklich gut gebaute AK, wie man Sie sich wünschen würde. Innen allerdings besteht definitiv noch Bedarf an Verbesserung. Den Microschalter durch etwas Moderneres austauschen, was auch die Kompatibilität zu den großen Mosfets des Marktes garantiert und die Verkabelung in den Schaft verlegen. Schon ist jeder Käufer glücklich. Wer diese AK im Bereich Speedsoft / SpeedQB betreiben will, dem empfehle ich die Gearbox von Arcturus durch eine von Retro Arms zu ersetzen inkl. dem gewünschten Mosfet und einem einstellbaren Trigger.

Danke für das zur Verfügung stellen an www.shopgun.com 

Alle Bilder zum Review

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