ASG CZ Scorpion Evo 3A1 – Wolverine Inferno Edition

ASG CZ Scorpion Evo3 A1

CZ Scorpion A3 PackageHeute liegt uns eine nicht wirklich neue Waffe zum Review vor, trotzdem gibt es viel an diesem Modell zu entdecken. Der Airsoft Nachbau der CZ Scorpion EVO3 A1 von ASG befindet sich schon seit ca. 2015 auf dem Markt, doch nur als SAEG. HPA wird immer mehr akzeptiert auf den Spielfeldern und immer mehr Spieler greifen zum druckluftgetriebenen Spielgerät. ASG ging den Schritt, ihr kleines Flaggschiff ab Werk mit einem HPA Engine zu versehen, somit ist kein Umbau, keine komplizierte Abnahme beim Büchsenmacher und Beschussamt nötig, die Waffe kommt ab Werk als HPA fertig geFt.

Den Maßstab für diesen kleinen Kerl legen wir wie folgt fest: Die Scorpion ist eine kleine 9mm SMG und soll also für CQB im Focus stehen. Schnelligkeit und ein dichtes Trefferbild auf kurzer Distanz sind wichtig, genauso wie gutes Handling und leichte Handhabung.

Erste Eindrücke und Haptik

Auch wenn Verpackung von Waren nicht viel über den Inhalt aussagen, so definieren sie den ersten Eindruck des Käufers auf sein neues Spielzeug. Die Verpackung sowie Aufmachung der Waffe im Karton hat mich überrascht: einfach, dezent aber genial wird die Waffe im Karton präsentiert. Ein dicker Pluspunkt, es gibt keinen Kunststoff, keinen überflüssigen Müll, sondern alles ist schlicht auf die Kartonage gedruckt. Auch wenn wir glauben, dass dieser Schritt von ASG eher aus Designgründen gewählt wurde, so hat es einen ökologischen Ansatz, ein Like dafür.CZ Scorpion A3

Die Waffe ist vollständig aus Polymer/Kunststoff gefertigt, aber der erste Griff überzeugt, dass dies keine falsche Wahl ist. Selbst mit viel Gewalt bekommt man kein Wackeln aus den Bodyteilen heraus, selbst der Klappschaft sitzt stramm. Nur die Schulterstütze im Schaft, als bewegliches Teil, hat natürlich etwas Spiel. Das ist wirklich das Höchstmaß der Gefühle was Kunststoffbodys zu bieten haben. Laut der Begadi Infoseite ist in den Body Glasfaser eingebarbeitet. Ich bin kein Materialexperte, aber sollte dies der Grund für die enorme Stabilität sein, dann Hut ab.
Lieferumfang ist die Waffe, ein 75rds Magazin, Front und Rearsight sowie die Anleitung auf dem Verpackungskarton gedruckt.

Funktionen

CZ Scorpion A3 functionsWie schon erwähnt, die Scorpion Evo3 A1 ist nicht neu, also gehe ich die Features und Funktionen einmal schnell durch.
Ein super stabiler Polymer Body, Picatinny (22mm) Rails – oben durchgehend, seitlich und vorne für Griffe etc., eine Slingmount am Handguard aus Metall, Charging Handle aus Metall, selbiges gilt für den Outbarrel, „Fake Bolt Catch/Release“ mit Funktion, Feuerwahlhebel mit kurzem Einrastwinkel, Dual Slingpoints aus Kunststoff am Schaft, drei Positionen verstellbar am Schaft, Klappschaft, ein Fakebolt der einrastet und damit freien Zugriff auf das Hopup gewährleistet.

Die Waffe ist mehr oder weniger ambidextrous ausgelegt, der Feuerwahlhebel und Magazinrelease ist beidseitig bedienbar, der Bolt Release jedoch nur auf der linken Seite. Dieser ist für Linksschützen, aber auch mit der dominanten Hand über den Zeigefinger, erreichbar, also kann man sagen, die Waffe ist, mit etwas Übung, vollständig beidseitig bedienbar.
Die Waffe verfügt über eine Erkennung von leeren Magazinen und schaltet dann den Trigger ab. Damit gibt es keine Leerschüsse. Nach dem Einführen eines vollen Magazines muss der Bolt Release einmal betätigt werden, damit weiter geschossen werden kann.

Technik

Wie schon erwähnt handelt es sich um eine HPA betriebene Waffe, somit nutzen wir nicht mehr das feine und anfällige System von Motor, Zahnrad, Kolben und Elektronik, sondern lediglich ein kleines Ventil, dass elektrisch geöffnet und geschlossen wird. Jeder, der Eins und Eins zusammenzählen kann, kann sich denken, wie schnell der Schuss bei einer HPA Waffe „bricht“, im Bruchteil einer Sekunde. Der Trigger hat keine richtigen Druckpunkt und Reset, wie bei einer GBBR, aber immerhin einen kleinen aber merkbaren Druckpunkt.

Die Steuerung der Feuermodi und auch der „Empty Magazin Detection“, sowie der Fake Bolt Release läuft über kleine Micro Schalter an der „Gear“-Box, der Safety jedoch ist ein mechanischer Widerstand am Trigger.

Verbaut ist übrigens eine Wolverine Inferno Gen 2.

Man findet im internationalen Netz viele Meinungen, ob nun Wolverine oder Polarstar besser sei, auf deutschen Seiten nahezu keine nennenswerten Vergleiche.

Dies liegt vermutlich an der geringen Verbreitung von HPA, und die wenigen Aussagen scheinen eher Geschmacks- und nicht Technisch-Argumentativ orientiert zu sein. Wie lange die Ventile dicht halten CZ Scorpion A3 demontageund ob die Technik je versagen sollte, wird sich also nach ein paar zehntausend Schuss zeigen.

Als Anschluss nutzt ASG einen „US“/PPD Anschluss, welcher fest im Handgriff verschraubt wird.
Die Hopup Unit ist aus Kunststoff und eine Eigenendwicklung, somit zu keinem anderem Gearbox Modell kompatibel. Es handelt sich um ein „Klick Hop“, also eine Einstellung in Stufen und nicht analog. Gummi und Nub sind Standard Rundgummies, angeblich handelt es sich um ein 70° Ultimate Bucking.

Der Akku wird im Handguard untergebracht, welcher einfach, ohne Werkzeug, abnehmbar ist. Einfach den Mündungsfeuerdämpfer und die darunter liegende Laufmutter abschrauben und den Handguard mit etwas liebevoller Gewalt abziehen. Man muss aufpassen, dass die Feder und der Charginghandle nicht flöten gehen. Dort findet man den JST Stecker der FCU sowie genug Platz für den Akku.

Da HPA Engins nicht viel Akkuleistung benötigen, passen die 300mAh 7,4V Akkus von Begadi problemlos rein und fallen mit ~ 9€ gar nicht ins Gewicht.

Ein Wort noch zum Body,

die Demontage ist nicht wirklich einfach und „mal eben“ zu erledigen. Der Versuch, das Hopup Gummi zu wechseln, brauchte mehrere Anläufe und einige Tutorials. Dabei muss der komplette Body auseinander genommen werden, da der Hauptbody zweigeteilt ist.

Pros und Cons

+ absolut leicht aber sehr robust gebaut
+ sehr leise
+ schneller Abzug und Schussfolge (etwas langsamer als P* FE aber dennoch beachtlich)
+ Ambidextrous / beidseitig Bedienbar
+ Fixer HPA Anschluss im Griff
+ Feuerwahlhebel gut zu erreichen
+ Fake Bolt rastet ein und Hopup kann einhändig eingestellt werden
+ genügend Sling Montagen ab Werk verbaut
+ Schaft lässt sich ohne Werkzeug demontieren und kann z. B. durch M4 Schaft Adapter ersetzt werden

o 14mm negativ Gewindeadapter muss zusätzlich erworben werden
o 25€ Pro Magazin (75 Schuss) sind ok

CZ Scorpion A3 technic– das Hopup lässt sich nur schwer mit dem Finger bedienen (Imbus nötig)
– die Hopup Leistung ist mittelmäßig bis schlecht
– durch das Klick-Hop lässt sich das Hopup nicht fein justieren und hat entweder zu wenig oder zu viel Hop
– keine Aftermarket Hopup Units, nur ein anderes Einstellrad
– Demontage des Bodys ist sehr aufwendig, Lauf- und Hopup-Tauschen bedarf einer völligen Zerlegung
– die Klappschaft-Einrast-Stelle ist nur ein Kunststoff-Nippel, der sich garantiert schnell abnutzt

Fazit

Die Waffe ist klein, leicht, handlich, sehr schnell und auf kurze Distanz ein absolutes Arbeitstier.
Also, wem würden wir diese Waffe empfehlen? Spielern die eine leichte, kleine, handliche Waffe suchen, die schnell zu triggern ist, die Schnauze von den anfälligen Elektrotakkern voll haben und jedem  der sich mit einem Schlauch an der Waffe und Flasche aufm Rücken/am Gürtel anfreunden kann.
Wir haben die Waffe mit einem 60° Maple Leaf Flat Hop versehen und hatten beachtliche Reichweitenergebnisse (033-040g BBS) für so ein kleines Ding. Leider steht das Stufen Hopup als großer grauer CZ Scorpion A3 fullSchatten über der Waffe um sie draußen effektiv zu spielen, da das Hopup einfach nicht fein justierbar ist. Falls jemand ein gutes Aftermarket Hopup gefunden hat oder vielleicht sogar selbst 3D drucken kann, sagt gerne Bescheid, das würde uns sehr interessieren.

 

 

 

Alle Bilder zur ASG CZ Scorpion

About Philip

Philip sammelt seit 2010 Erfahrungen im Airsoft Bereich und gründete mehrere Non-Profit Unternehmen. Bis 2011 war er nebenberuflich als begeisterter DiscJockey in verschiedenen Clubs Deutschlands und den Niederlanden unterwegs. Die Begeisterung zum Schreiben und der Kommunikation über Internetseiten und Social Media bewegten ihn dazu im Jahre 2017 Combat-AS zu gründen.

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