Lonex Osiris 10″ mit Core EFC

Lonex Osiris M4 10“

Vorwort:

Moje,

ich bin der Neue und Schreibe mein erstes Review über die Lonex Osiris M4. Die M4 wird von der Firma Lonex in Taiwan gefertigt und durch Begadi nach Deutschland importiert und vertrieben.

Technische Daten:

System: S-AEG (= schießt nur semiauto, kein vollauto)
Kaliber: 6mm
HopUp: ja, einstellbar
Material: Hauptsächlich Metall + Kunststoff
Magazin Kapazität: ca. 200 Schuss (Midcap)
Energie: ca. 1,5 – 1,6 J. @ 0,20g
Gesamtlänge: ca. 720 – 800mm
Lauflänge: 267mm
Stecksystem: Dean/T-Stecker
Mosfet: Ja, Begadi CORE EFC System
Gearbox: V2 verstärkt
Gewicht: ca. 3100g

 

Unboxing & Lieferumfang:

Die Lonex kommt in einem schlichten Karton mit Logo und Schriftzug auf dem Deckel. Seitlich finden wir einen von Begadi angebrachten, Aufkleber mit dem vollen Namen der Waffe, einer Abbildung und einzelnen Keyfeatures.  Leider scheint jemandem hier ein Fehler unterlaufen zu sein denn der Aufkleber bezeichnet die Lonex Osiris als 10,5“. Im Internet und an der Waffe nachgemessen sind es tatsächlich 10“.

 

Wenn wir den Karton öffnen finden wir auch im Inneren eine schlichte Verpackung und kaum Plastik. In Zeiten des Umweltschutzes finde ich das gut. Im Lieferumfang enthalten sind die M4, ein Mid-Cap-Magazin, ein Laufreinigungsstab, die Bedienungsanleitung und ein Messprotokoll von Begadi. Positiv überrascht bin ich von dem Mid-Cap! Es kommt mir so vor als würden immer mehr Hersteller weg vom Hi-Cap und hin zum Mid-Cap-Magazin tendieren. Im Gegenzug dazu vermisse ich allerdings Anbauteile für die Frontrail. Leider wurden hier keine Rails oder ähnliches mitgeliefert. Was auffällt ist die rote Plastikkappe welche über den Flashhider gestülpt wird. Für Transport und Lagerung finde ich diese durchaus nützlich. Zu guter Letzt finden wir auf der Toprail noch FlipUp-Sights. Diese sind aus Polyamid gefertigt, machen jedoch einen stabilen Eindruck.

Mein Wort zum Messprotokoll: Ein Messprotokoll finde ich immer eine gute Sache. Ich weiß, dass die Waffe vor dem Verkauf getestet wurde und einwandfrei funktionieren sollte. Das gibt mir generell schon mal ein gutes Gefühl. ABER und ja leider gibt es hier eines. Die Energie bei der an mich ausgelieferten Osiris M4 beträgt durchschnittlich 1,7J! Nicht nur das bei Verkauf die Leistung bei ca. 1,5 – 1,6J angegeben wird, ich wüsste auch nicht auf welchem Feld ich hier in NRW damit spielen sollte. Klar kann man nicht davon ausgehen, dass Begadi alle Grenzwerte der deutschen Felder kennt und sich dementsprechend darauf einstellt. Aber im Sinne der „Kundenzufriedenheit“ bin ich der Meinung das nach dem Messen jemand vielleicht auf die Idee kommen könnte mal eben eine leichtere Feder in die Gearbox zu schmeißen.

Das ist allerdings ganz klar MEINE Meinung und ich habe nicht vor Begadi damit ans Bein zu pinkeln.

 

 

Externals:

Fangen wir mit dem offensichtlichen an: der Farbe. Mir gefällt die Farbe sehr gut. Lonex stellt hier keine Auswahl zur Verfügung, aber das Schwarz ist wirklich schön und lässt meiner Meinung nach keine Wünsche offen. Nimmt man die M4 zum ersten Mal aus dem Karton fallen direkt das Gewicht und eine gewisse Stabilität auf. Ein Wackeln vom Upper-receiver ist absolut kein Thema. Top!

Vorne finden wir einen standard Flashhider welcher bündig mit der Rail beginnt. Sollte man also einen Schalldämpfer oder eine Tracer Unit montieren wollen, fügen diese sich sehr schön in das Bild einer stimmigen Optik ein. Leider ist mir aufgefallen, dass der Outerbarrel nicht 100% festsitzt. Das Spiel von ca. 1 mm lässt sich aber sicher leicht beheben. Zu dem M-Lok Handguard/Frontrail gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Sie passt farblich perfekt zum Body, sitzt fest und liegt sehr gut in der Hand. Ich hatte ja schon erwähnt, dass ich ein Attachment in Form einer Picatinny-Schiene vermisse, um wenn gewünscht einen Griff oder ähnliches zu montieren sollte man keine M-Lok-Anbauteile zur Hand haben.

Interessant wird es, wenn wir an der Rail in Richtung Body blicken. Hier finden wir unsere ersten Aufnahmepunkte für QD-Sling mounts. Die Lonex besitzt hiervon insgesamt 6 Stück (3 auf jeder Seite). Die ersten wie gerade schon gesagt an der Rail, zwei weitere am hinteren Lower-Receiver und die letzten zwei am Schaft.

 

Mich als Links-Schütze freut es natürlich zu sehen, dass Mag-Release sowie die die Bolt-Catch Funktion beidseitig bedienbar sind. Einzig der Feuerwahlhebel ist traditionell links seitig zu finden. Das empfinde ich allerdings nicht als Nachteil denn selbiger ist auch mit dem Zeigefinger gut bedienbar. Der Griff der Osiris ist ergonomisch geformt und meinem Gefühl nach etwas breiter als die normalen M4-Griffe, liegt aber wunderbar in der Hand und macht wie schon der Rest der Waffe einen wirklich stabilen Eindruck.

Wie eingangs schon erwähnt sitzen Upper- und Lower-Receiver quasi perfekt aufeinander. Nimmt man nun den Upper-Receiver herunter erkennt man auch schnell wie die M4 auf ihr Gewicht kommt. Ich habe den Upper der Lonex gegen den meiner G&G CM16 gehalten um man kann deutlich erkennen, dass die Wandstärke der Osiris sicher doppelt so stark wie die der CM16 ist. Auch ein Drucktest zeigt hier das der Upper der Lonex sich kaum zusammendrücken lässt. Der Upper der G&G ist hier wesentlich weicher.

Kommen wir zur Stocktube und dem Schaft. Der Schaft ist mit 6 Positionen auf der Stocktube einstellbar. Klar hat der Schaft auch etwas Spiel auf der Stocktube, aber ich habe out of the Box noch keine M4 gesehen wo das nicht so war. Sehr interessant finde ich die Kabelführung an der Stocktube. Diese führt die Kabel unter der Stocktube entlang und nicht wie gewohnt einfach in der Stocktube. Das schafft unter anderem mehr Platz für Akkus in der Stocktube und beugt Kabelbrüchen bzw. Quetschungen vor. Leider hat Lonex hier meiner Meinung nach keinen guten Job bei der Wahl der Kabel gemacht. Diese fühlen sich wirklich steif an und sind verglichen mit Kabeln von zum Beispiel G&G oder Ares auch eher dünn.

Wenn man seine Akkus nicht in der Stocktube unterbringen möchte bietet der Schaft hier noch Platz links und rechts mit 2 Tubes. Hier können ganz sicher auch Ersatzakkus untergebracht werden. Sollte man sich also mal auf einer langen OP befinden, wo man die nächsten 8 Stunden nicht wieder in die Nähe seines Zeltes kommen sollte und der Akku plötzlich leer ist, kann man einfach den neuen anstecken und weiter machen.

 

Wichtig zu erwähnen wäre hier auch, dass man Akkus mit T-Stecker / Dean-Stecker benutzt.

INTERNALS:

Da mir zu Ohren gekommen ist, dass man bei der Osiris die Gearbox nicht komplett ausbauen kann ohne den T-Stecker von den Kabeln zu knipsen, habe ich mir kurzer Hand den Ausbau gespart. Generell wissen wir aber alle, dass Lonex bei den Gearboxen nicht spart. Wie auch schon beim Body ist die Gearbox an den wichtigen Stellen so verstärkt, dass hier locker Federn bis M170 gespielt werden können ohne Angst haben zu müssen das die Shell bricht. Nicht umsonst wird gerade die Lonex Shell oft für DSG-Builds genutzt. Des Weiteren finden wir laut Begadi ein 16:1 Gearset ebenfalls aus dem Hause Lonex. Dazu kommen 8mm „Double Grooved“ Stahllaufbuchsen, ein 15 Stahl-Vollzahnpiston und das Begadi-Core. Alles zusammen lässt vermuten, dass Begadi zusammen mit Lonex keine halben Sachen macht.

 

Angetrieben wird das Ganze von einem Lonex Supreme Edition 39k High Torque Motor und lässt die Osiris schnurren wie ein Kätzchen.

Durch das Begadi Core ist auch das Krümmen des Fingers am Abzug schon ein Genuss. Der ohnehin schon kurze Abzugswegs gipfelt in einem klar spürbaren Druckpunkt vom Microschalter. Mit etwas Übung ist dieser leicht wiederzufinden um schnelle Schussfolgen abgeben zu können, ohne den Trigger unbedingt „spamen“ zu müssen.

Leider lenkt das ganze nicht davon ab, dass wir bei der Lonex kein Federschnellwechselsystem finden. Dies macht das Spielen mit der Osiris auf CQB-Feldern, mit den von mir gechronten 1,7J, eigentlich unmöglich. Als HopUp verwendet Lonex hier eine Unit aus Metall im „old-school“ Style. Als Bucking kommt ein Flat-Hop Bucking von Slong zum Einsatz. Hier sollten also auch Kugeln bis 0,30g oder 0,32g kein Problem darstellen.

Magazin-Test

Hier hat Begadi freundlicherweise vorab schon getestet. Trotzdem habe ich mal ein paar Magazine zusammengesammelt und probiert.

Vorweg ist zu erwähnen, dass die Osiris M4 lieber Magazine mit einer starken Feder hat. Verwendet man hier Magazine die zum Beispiel schon ein paar Jahre alt sind oder die Spannung der Feder eben nicht so hoch sein sollte kann es vorkommen, dass die letzten 8 – 10 Kugeln nicht mehr angenommen werden. Von mir getestet wurden die G&G Stahlblech Magazine in der Real-Cap und Mid-Cap Version, ein weiteres G&G Mid-Cap aus Plastik mit einem eher futuristischen Design, Begadi Mid-Caps aus Metall, die transparenten Mid-Caps von Ares und die standard Ares Mid-Caps mit dem Bügel unten.

Die Stahlbelch Mags von G&G, das Begadi Mid-Cap sowie das transparente Mid-Cap von Ares sitzen gut oder mit minimal mehr Spiel im Magazinschacht und feeden gut. Das plastik G&G Mid-Cap passte nur mit Gewalt und ist nicht zu empfehlen. Einzig das standard Ares Magazin ließ sich im Magazinschacht nicht einrasten und konnte ohne betätigen des Magrelease wieder heraus gezogen werden.

 

Fazit

Die Lonex Osiris M4 macht schon ab dem ersten Moment einen unheimlich stabilen Eindruck. Zusammen mit dem hohen Gewicht und der tollen Hapti,k die dieses Gewehr mitbringt, bekomme ich den Eindruck, das tagelanges durch den Dreck kriechen absolut keine Herausforderung für die Osiris darstellt. Auch technisch kann sich die M4 sehen lassen. Das Begadi Core zusammen mit einem 16:1 Gearset und dem High Torque Motor machen einen wirklichen zackigen Eindruck. Außerdem kann ich durch das Core auch meine großen 11,1er Akkus dran schmeißen ohne Angst zu haben, dass mir die ganze Geschichte abraucht. Verschiedenste Aufnahmemöglichkeiten für meinen Sling und vergleichsweise viel Platz für meine Akkus runden diesen eingangs genannten Eindruck ab. Soweit so gut. Hier aber mein Problem: Durch das nicht vorhandene Federschnellwechselsystem fehlt mir hier die Möglichkeit die Osiris an die verschiedenen Feldstärken anzupassen.

Zu schaffen machen mir auch die gechronten 1,7J. Da die Gearbox nicht ohne weiteres auszubauen ist kann ich die Feder also auch nicht durch öffnen der Gearbox tauschen. Reparaturen bzw. Modifikationen an selbiger werden ähnlich schwierig. Ein Federschnellwechselsystem wäre hier ein wirklich sinnvoller Schritt in die richtige Richtung gewesen und für viele sicher auch ein ausschlaggebender Punkt beim Kauf ihrer nächsten M4.

Vielen Dank an Begadi. Die Waffe könnt ihr hier bekommen: https://www.begadi.com/catalogsearch/result/?q=lonex+m4+osiris

Zum Autor:

Mein Name ist Fabian aka Chief vom Team SON – Social Operative Network. Ich spiele seit 14 Jahren Airsoft. Angefangen, wie jeder, mit kleinen Spielen im Garten über die Wälder meiner Heimat hat sich mein Interesse schnell dem MilSim zugewandt. Inzwischen kann ich in meiner AS-Karriere 5 Teilnahmen am BorderWar sowie diverse Teilnahmen an BeerZone und weiteren Big Games verzeichnen. In letzter Zeit zieht es mich jedoch immer weiter in Richtung des competitive Gaming und so haben wir Ende 2019 die Abteilung SON-SpeedDivision unserem Team hinzugefügt mit dem Ziel 2021 unsere erste Saison im SpeedQB-EU Tournament zu spielen.

 

Alle Fotos der Osiris

 

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

CAPTCHA *