Ein Tag bei Blackout Airsoft

 

Phil hat sich am 9. Juli 2017 nach etlichen Flames und shitstorms in diversen Facebook Gruppen mal das neue Spielfeld Blackout in den Niederlanden angesehen. Es folgt seine persönliche Meinung und seine Sicht der Dinge zu diesem Spielfeld.

 

Am 9. Juli habe ich mich nach einigem Email Verkehr und Wochen der Geduld mit einem der Inhaber des neuen Hallenspielfelds „Blackout Airsoft“ getroffen. Nach einem gemütlichen Frühstück mit Kindern und Frau, machte ich mich um 11:00Uhr auf den Weg von Straelen (DE) nach Didam (NL). Ich denke ihr werdet das Selbe tun wie ich während der Fahrt und sämtliche Lieder „Didammen“.

Gegen 12:15Uhr kam ich mit 15 Minuten Verspätung am Ziel an. Die Halle liegt im Grünen und man kann nicht eindeutig erkennen ob es nun eine leer stehende Halle ist, oder ein Industrielager. Als ich dann den Riesen Schriftzug an einem abgesperrten Teil der Halle von außen sehen konnte, wusste ich -> Ok, ich bin da.

Schnell die Kameras zusammengepackt, zum Eingang hin. Dort wurde ich sehr herzlich von einem der Inhaber (Bas v.G.) in Empfang genommen. Sobald man durch die beiden Haupteingangstüren gegangen ist, landet man in einem sehr nobel eingerichteten Bar/Restaurant Saal. Schöne und bequeme Möbel, gedämmtes Licht. Fast schon romantisch möchte man sagen. Bas fragte mich ob ich was trinken mag und während des Getränks einigten wir uns darauf den restlichen Tag in Englisch zu sprechen.

Leider war durch meine verspätete Ankunft das Zeitfenster für unser Interview und den Rundgang geschrumpft. Bas macht nicht nur dieses Airsoftfeld sondern ebenfalls Bootcamps wie er mir erzählte.

 

Der Rundgang:

 

Shooting Ranch:

Nachdem wir uns ein wenig „beschnuppert“ hatten, ging es dann auch los. Als ersten Punkt der Vorführung hat Bas mir die „Shooting Ranch“ gezeigt. Für den ein oder anderen eingefleischten Hyperhighlander Ultra Spieler normal, war ich hingegen sehr erstaunt und begeistert hiervon. Man steht hinter einem Tresen mit seiner eigenen Airsoft und hat die Möglichkeit diese auf schätzungsweise 10-15 Meter einzuschießen. Aber was ist daran schon toll? – Ganz einfach:

Mehrere automatisierte Ziele auf Leinwand

Mit oder ohne Bewegung

Ego-Shooter und Reaktionsspiel

Bas erklärte mir, dass man in dieses Programm sogar Videosequenzen laden kann, so dass bei einem Treffer auf das Videoziel, ein weiteres Video mit dem Fall des Gegners wiedergegeben wird. Eine sehr geile Spielerei wie ich finde. Die erste „Ranch“ ist fertig, funktioniert Einwand frei und abgerundet wird alles durch den fetten Sound der beim Treffen des Ziels abgegeben wird.

Neben der Kabine die inzwischen fertig gestellt ist und in der Mann und Frau zu ca. acht nebeneinander schießen kann, werden 2-3 weitere dieser „Schussräume“ (Ich habe sie bisher Ranch genannt) in naher Zukunft fertig gestellt.

 

Der Jungel:

Als nächste bat Bas mich durch eine Tür und einen Vorhang hinter die Kulissen des Jungels. Links neben mir eine Wand, rechts ca. 1,50 Meter hoch eine Wand die mit Netz in die Höhe Verlängert wurde. Wir blieben stehen um ein wenig Smalltalk zu halten und meine Begeisterung des Schussplatzes zu verarbeiten. Dennoch wusste Ich, ich will nun das Prunkstück des Hauses sehen.

Plötzlich stehen wir im „Jungel“. Bumm. Da standen wir nun im Sand, schön ausgeleuchtet, einige zwitschernde Vögel, südländisches Gebrabbel im Hintergrund. Es war so beeindruckend, dass ich erstmal stehen bleiben musste um die Eindrücke zu verarbeiten. Da hat sich jemand tatsächlich die Mühe gemacht, um eine alte Tennishalle in eine riesen Fantasiewelt aus künstlichen Pflanzen, Beton, Erde und Sand herzurichten. Sämtliche Wände inklusive Decke sind schwarz gestrichen. Die Beleuchtung der Halle erfolgt mittels Multi Color LED Scheinwerfern, hier und dort steigt Nebel auf. Meine Güte da vorne steht ein Geländewagen mitten im Sand. Hier soll man bald Airsoft spielen? Fast schon zu Schade erscheint mir dieser Platz dafür. Ich würde hier meinen Urlaub verbringen. Die Kinder können im Sand spielen, während ich unter dem künstlich angelegten kleinen Wasserfall Dusche oder ein Bad im davorliegenden Teich nehme. Ein Teil eines Flugzeugs und die extra aus China gelieferten künstlichen dicken Bäume stehen auch sehr imposant im Raum.

Wie Bas mir erzählte, sind die Bäume erst vor 2 Wochen angekommen. Der Sand, mit Verlaub DER ->SAND <-, ist ein Spezieller der nicht staubt. Wer macht sich solche Gedanken um Dinge, die in ein paar Wochen zertrampelt und momentan im Internet zerrissen werden?! -Die Crew von Blackout Airsoft anscheinend. Hier steckt nicht nur eine Menge Geld, sondern vielmehr Liebe, Schweiß und Blut drin.

Als Nächstes führte mich Bas zu einem Schalterkasten. Hier steckt die ganze Steuerung drin. Auf einem Touchscreen sind verschiedene Szenen auszuwählen. Vor jedem Spiel gibt es ein Intro, welches den Spielern signalisiert: „Hömma Kollege, gleicht geht’s los!“. Nach Ablauf des Warmups, kann man sich dann auf eine der ausgewählten Szenen freuen. Neben einer Tag und Nacht Szene gibt es auch noch eine „dreckige Bombe“ Szene. Diese haben wir uns allerdings nicht angeschaut.

Hinzu zu fügen wäre dann noch, das quer auf dem Feld Not Aus Buzzer platziert sind. Sobald man diesen Buzzer drückt, geht die normale (weiße) Beleuchtung an. Zu drücken sind diese bei Gefahr oder Verletzung. Ein sehr gut durchdachtes System welches funktioniert!

 

CQB Area:

Nun führte mich Bas durch den Briefingroom der ausgestattet war wie ein Kinosaal, zur CQB Area. Auch hier steckte der Teufel im Detail. Ähnlich orientiert wie auch Unit13, werden hier verschiedene Sachen eingesetzt die nicht festgeklebt oder modifiziert sind. Die CQB Area bietet leider nur wenig Platz, ist dafür aber über zwei Etagen verteilt. Im unteren Bereich finden wir eine kleine Spielecke mit Kasse, Spielautomat und Karten, sowie ein altes Auto. Im oberen Bereich hingegen ein verschachteltes Raum Netz, welches kriechen, genaues Zielen und eine Folterkammer bereithält. Die Fester in den Häusern sind von außen und innen sehr klein bemessen, was gleichzeitig vor als auch Nachteil sein kann. Alles in allem ganz Nett, aber noch lange nicht so imposant wie der Jungel und die Schießbahn. Die CQB Area ist jedoch hauptsächlich für Laser Tag gedacht, es kann aber auch Airsoft gespielt werden.

Aus der Folterkammer konnte ich auf ein braches Stück Land schauen. Hierzu erklärte mir Bas, dass dort in Zukunft noch ein Außengelände entstehen wird.

 

 

Zurück über die Sanitären Anlagen:

Auf dem Rückweg ins luxuriös anmutende Restaurant wurden mir noch die Sanitären Anlagen und Umkleiden gezeigt. Neben Wirklich einer gut organisierten Umkleidekabine wie in einer Sporthalle, fanden hier eine sehr schöne keramische Inneneinrichtung und sogar eine Dusche Platz.  Wenn man also eine Runde zocken geht und danach noch zum Essen mit den Schwiegereltern muss, kann man sich hier noch kurz frisch machen. Eine sehr gute Idee wie ich finde.

Fazit:

Die gesamte Anlage macht einen sehr professionellen und mit Liebe gefertigten Eindruck. Die ganzen Kniffe und Besonderheiten machen diese Airsoft- und Lasertaganlage zu einem unglaublichen Erlebnis. Ob man nun auf Sound- und Lichteffekte abfährt bleibt ja jedem selber überlassen, dennoch würde ich mit Vorurteilen ganz besonders bei nicht gesehenem und nicht korrekt gelesenen Inhalten zurückhalten.

Ab Ende August werden voraussichtlich die ersten offenen Skirms bekannt gegeben. Es lohnt sich! Für Unit 13 Liebhaber ist dieses Spielfeld ein Muss. Für die jenigen, Die eher an der frischen Luft und im Wald spielen, wird es leider erst später die Möglichkeit geben sich in Didam zu Vergnügen.

Ende August kommt dann das versprochene Interview mit den Inhabern, es bleibt spannend!

Danke an:

Bas v.G. – für die Einladung

Das Blackout Airsoft Team – für dieses einmalige Feld

COMBAT-AS Team – für Planung und Umsetzung

 

About Philip

Philip sammelt seit 2010 Erfahrungen im Airsoft Bereich und gründete mehrere Non-Profit Unternehmen. Bis 2011 war er nebenberuflich als begeisterter DiscJockey in verschiedenen Clubs Deutschlands und den Niederlanden unterwegs. Die Begeisterung zum Schreiben und der Kommunikation über Internetseiten und Social Media bewegten ihn dazu im Jahre 2017 Combat-AS zu gründen.

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