KJW KP-11 „ Altes Modell, aber auch ein alter Hase ?“

Die KJW KP11 im Test 

Der Lieferumfang:

Die KJW KP-11 wird im schick designten Karton ausgeliefert.
Dieser ist bedruckt und fällt somit definitiv nicht in die Kategorie „unauffällig“ wie andere Modelle die nur in einem braunen Karton kommen.
Im Inneren versteckt sich ein Styropor-Profil, in welchem sowohl Waffe, wie auch Magazin und der restliche Lieferumfang einen passgenauen Platz finden.
Die KJW KP-11 kommt also definitiv unversehrt bei euch an.
Im Lieferumfang enthalten sind zuallererst das Beschussprotokoll, mit welchem Ihr den Chronotest nachvollziehen könnt, ein kurzes Datenblatt mit Infos zur Handhabung und Sicherheit,
sowie die Waffe, das Magazin und ein paar BB´s, sowie Tools.

Der erste Eindruck:

Was soll ich sagen, ich habe mir das Modell zur Review ausgesucht darum werde ich zur Optik nur kurz etwas sagen… Ich steh drauf !
Das Model ist ein ursprüngliches 1911 Design aber wesentlich brachialer, was man vor allem am Griff merkt, denn beim original 1911 Design ist der wesentlich schmaler.
Ansonsten ähnelt die KJW KP-11 der 1911 stark. Sei es von der Handballensicherung, über die geriffelte Schlittenfläche, oder das die Sicherung nur verwendet werden kann wenn die Waffe „scharf“ ist.
Die Waffe ist wertig verarbeitet, bis auf das untere Ende am Magazinschacht, konnte ich keine Grate oder unpassenden Spaltmaße finden.
Bis auf das Griffstück ist der Rest aus Metal gefertigt und liegt mit knapp 920gramm auch gut in der Hand.
Kimme und Korn sind mit weißen Punkten versehen, was nicht nur ein schnelles Zielen erleichtern soll, sondern auch optisch ganz schick ist.
Ein weiteres schickes Detail (meiner Meinung nach) ist das rote Nozzle, welches beim durchladen zum Vorschein kommt und der optisch ansprechenden Waffe das gewisse Extra verleiht.
Zum Schluss hat die KJW KP-11 eine 20mm Aufnahme um z.B. Licht-Dummys oder anderes Zubehör zu montieren.
Im ersten Eindruck wird deutlich das KJW hier sich mehr an der taktischen, späteren Version des 1911 orientiert hat, als am klassischen 1911.

Die technischen Details:

Das Ganze ist ein GBB System, welches aber von Werk aus auch Co2 kompatibel ist und passende Co2 Magazine vom gleichen Hersteller erhältlich sind.
Das Kaliber ist wie zu erwarten 6mm und das Hopup ist wie es sich gehört einstellbar.
Die KJW KP-11 ist gröstenteils aus Metall gefertigt, mit Ausnahme des Griffstücks, dieses ist aus einem wertigen Kunststoff hergestellt.
Durch das verwendete Material und die Gesamtlänge von ca. 220mm, bei einer Lauflänge von ca. 110mm kommt das System auf gute 920 Gramm.
Das Gewicht unterscheidet sich hier ein wenig von den Hersteller Angaben, das liegt aber wahrscheinlich am Alter meiner Küchenwage.
Das Magazin fasst 28 Schuss und erzielt in der Gas Version ca. 0,9 Joule, dass Co2 Magazin haben wir durchscnittlich auf 1,17 gechront.

Der Praxis Test:

Der Praxis Test fiel im ersten Versuch wieder auf einen Spieltag. Im späteren Verlauf folgt aber noch ein klassischer Schusstest,
so fällt es euch einfacher zu vergleichen.
Da ich gerade die frisch angekommenen Co2 Magazine für die Glock ausprobieren wollte, musste kurzerhand ein Teamkollege herhalten um das ganze mal auszuprobieren…
ach wie habe ich das bereut ihm den Vortritt zu lassen…
The Hill… 4ter Stock… wir hängen fest, es geht nicht vor oder zurück und es war nicht genug Raum um mit unseren Langwaffen zu agieren.
Meine Teamkollege zieht die bereits vorgespannte und gesicherte KJW KP-11, entsichert und drückt ab… ohne Ausnahme alle haben sich erschrocken, Gegner, Mitspieler wahrscheinlich sogar die Leute ein Stockwerk tiefer, denn das Teil ist nicht nur Brachial gebaut, sondern auch brachial Laut und hat einen brachialen Rückstoß.
Mein Teamkollege hat sich so erschrocken, dass der starke Rückstoß ihm die KP-11 fast aus der Hand  hätte fallen lassen.
Nach einem Augenblick ungläubiger Stille, wurde das Ganze dann noch ein paar Mal lachend in den Flur geschossen.
Erst nach ein paar Runden hatte man sich an dieses „Spaß-Monster“ gewöhnt und traute sich Sie auch effektiv nah vor dem Gesicht zu spielen und auch abzudrücken.
Aufgrund der Beschaffenheit des Feldes, war die durchschnittliche Distanz 5-20 Meter und hier war die Performance top. Keine Ausreißer, kein Hakeln hat einfach Spaß gemacht.

Ein Manko, zumindest für Spieler die Wert auf eine hohe Kadenz legen, gibt es denn durch den langen Repetierweg des Schlittens ist die im Vergleich zu Modellen mit kürzerem Weg, langsamer.
Ein Detail das sich aber z.B. durch ein „Shortstroking“ beheben lässt.
Ein weiteres Manko für Spieler die Wert auf Effizienz legen wäre der Gas/Co2 Verbrauch, welcher hier recht hoch ausfällt.
Das liegt aber mit Sicherheit am starken Rückstoß und ist somit ein notwendiges übel des Spaßfaktors.
An unserem Spieltag hielt die Ladung in der Regel für 1 ½ – max. 2 Magazine, wobei die Tendenz eher bei 1 ½ liegt.
Das sind meiner Meinung nach aber Punkte, welchen jeder Spieler unterschiedliche Priorität zuordnet und somit nur schwer zu verallgemeinern. Außerdem würde ein ändern dieser Faktoren z.B. durch Shortstroking, ein anderes Nozzle, oder Ventiländerungen, der Waffe nehmen was Sie ausmacht, den Spaßfaktor.

Der Klassische Schusstest:

Geschossen wurde diesmal wieder im Garten auf Distanzen von 10-30 Meter auf ein DinA4 Blatt.
Auf 10 Meter traf ohne Probleme jeder Schuss 10/10 und auch auf 20 Meter war das Ergebnis mit 9/10 super. Auf 30 Meter trafen 7/10 Schuss wobei hier die menschliche Komponente so wie der Immense Rückstoß bestimmt eine Rolle spielt.
Alles in allem einer der bisher präzisesten Stockleistungen die ich getestet habe.

Das Fazit:

Mit der KJW KP-11 kann man meiner Meinung nach nicht viel falsch machen.
Der namenhafte Hersteller, welcher sich bereits etabliert hat, liefert gute Qualität, zu einem fairen Preis.
Das System ist Co2 Kompatibel und kann auch bereits von Haus aus als Co2 Bundle erstanden werden. Das Hopup lässt sich gut einstellen und die Waffe einfach zerlegen und warten.
Außerdem gibt es einen großen Markt an verfügbaren Ersatz-, sowie Tuningteilen und der Spaßfaktor des Schussgefühl´s, schlägt alles was ich bisher in der Hand hatte.

Einem Anfänger sowie einem „alten Hasen“ würde ich dieses Model blind empfehlen, mit Hinweis auf den Gasverbrauch.
Speedsofter sind hier wohl an der falschen Stelle und würden damit nur Glücklich, wenn sie Tuning betreiben und das im großen Stil.
Trotzdem halte ich die KJW KP-11 als Racegun-plattform eher ungeeignet.
Die Kp-11 ist eine verlässliche Backup-Waffe mit einem nahezu unschlagbaren Preis/ Leistungsverhältnis. Der Spaßfaktor ist riesig und hat mich so überzeugt. dass ich jetzt auch eine gekauft habe.
Vielen Dank fürs Lesen und bis zur nächsten Review.

Erhältlich ist die KJW KP-11 hier:
https://www.begadi.com/kjw-kp-11-gbb-tan-co2-version-frei-ab-18-j.html

Und vielen Dank an Begadi die uns das ganze zur Verfügung gestellt haben

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