SVU Sport Sniper Rifle “SD-Edition” von Begadi

Heute für euch im Test, die Begadi SVU Sport Sniper Rifle „SD-Edition“.

Endlich mal eine Bullpup Sniper bei uns in der Review und ob man was damit anfangen kann, lestIhr hier.

Die technischen Details:

Das System ist hier ein SAEG-System und aufgrund unserer Gesetzeslage ausschließlich semi-automatisch.
Kaliber ist 6mm und die Energie liegt bei ca. 1,8 Joule, dazu aber mehr im Schusstest. Die SVU ist hauptsächlich aus Metall und Kunststoff gefertigt und das Hop-Up ist
natürlich einstellbar. Die SVU kommt auf eine Gesamtlänge von 910mm, mit einer beachtlichen Innenlauflänge von 650mm. Durch die Massive Bauweise und den hohen„Metallgehalt“ der SVU, kommt sie auf ein Gewicht von knapp 3500g.

Der erste Eindruck:

Begadi-typisch wird im neutralen Umkarton versandt, welcher den designten SVU Karton auch noch einmal vor Macken schützt. Im Inneren ist Begadi-Sport, bzw. Cyma-typisch, alles wirklich gut verpackt. Beim Öffnen des Kartons schaut man als erstes auf eine Schaumstoffeinlage. Somit ist der Lieferumfang von allen Seiten gut geschützt. Unter der Schaumstoffeinlage sind die SVU und der gesamte Lieferumfang in Formausschnitte eingelassen und das mit einer so geringen Toleranz, dass da auch nichts wackeln kann. Erstmal ausgepackt gefällt die SVU optisch auf den ersten Blick wirklich gut. Alles wirkt sauber und vor allem wertig verarbeitet. Der M-Lok Handguard ist sogar CNC-gefräst. Lediglich Griff und die Schaftkappe sind bei der SVU aus Kunststoff gefertigt. Am Body befindet sich eine seitliche Montage, durch welche die SVU russische Original-Optiken bzw. passende Repliken aufnehmen kann. Am Schafft findet man eine abnehmbare Wangenauflage, auch optische Accessoires wie das nachgebildete Gassystem dürfen nicht fehlen. Die SVU hat ein 14mm- CCW Gewinde und wird mit DEAN-Stecker ausgeliefert. Die Montierten Flip-Up Sights sind vollständig einstellbar und rasten an jeder Positio

n perfekt ein. Im Lieferumfang sind 2 Magazine (MidCap 80/ HighCap 120 Schuss) enthalten, sowie ein Ersatz-Piston Set ( Von dem ich beim ersten Eindruck noch nicht weiß, was ich davon halten soll) und ein Speedloader. Entweder hat Cyma hier nicht viel Vertrauen in die eigenen Internals, oder das Ersatzteil Set ist vielleicht für eine andere Federstärke ausgelegt, denn das aktuelle System ist auf eine M120 Feder abgestimmt und optimiert worden.
Vielleicht finden wir das aber noch im Verlauf der Review heraus. Ein Manko, welches Begadi aber auch in der Beschreibung der SVU mitteilt, ist das quasi alle Internal-Mosfets nicht passen, sowie alle großen External-Mosfets platzbedingt nicht passen.

Der Schusstest:

Der Schusstest erfolgt wie gewohnt auf die 25 Meter, mehr habe ich aktuell leider nicht zur Verfügung. Geschossen wurde mit 0,30g. BB´s auf ein DinA4 Blatt.
Windstill, liegende Position und aufgelegt. Von 20 Schuss haben im ersten Durchgang alle getroffen und bis auf 2 Ausreißer lag der Streukreis bei ca. 13cm.
Die beiden Ausreißer gingen in unterschiedliche Richtungen (mittig links und oben rechts). Alles in allem also eine super Leistung “Out-of-the-Box”.
Ich hätte die SVU gerne auf 50 Meter getestet, denn hier fangen meiner Meinung nach die sinnvollen Distanzen einer solchen Waffe erst an.

Das Fazit:

Beim Fazit wird’s für mich an dieser Stelle wieder schwer, da ich 2 Probleme mit dieser Art Waffe habe, die aber ausschließlich subjektiver Natur sind.
Das erste
ist die generelle “Daseinsberechtigung” dieser Waffe. Die Waffe ist durchweg gut gefertigt und in Anbetracht dessen was man bekommt auch definitiv ihr Geld wert. Vergleichbaren Modellen fehlen entweder wichtige Features oder siedeln sich in einem deutlich höheren Preissegment an. Den Trend zum „DMR“ konnte man in den letzten Jahren deutlich verfolgen und ich denke es hat seine berechtigten Gründe, dass immer mehr Felder diese entweder nur noch mit Real-Vorlage erlauben oder aber ganz „Verbieten“ bzw. es keinen Joule-Vorteil für die Waffen gibt. Da bildet dieses hier noch eine Ausnahme, da es einfach ein schönes Modell ist und eben kein „langes M4 mit Schalldämpfer“. Dann ist da aber noch der Punkt mit den Mosfets, bzw. eben den „nicht-Mosfets“. Wer einmal eine SAEG mit einem Internal Mosfet gespielt hat wird nie wieder zurück wollen, denn der Trigger lässt sich auf den Millimeter einstellen bzw. hat ein wesentlich kürzeren und leichteren Abzugsweg und bei einem guten System schießt man so schnell, wie man triggern kann. Grundsätzlich finde ich aber, dass eben das auch hier der Waffe keinen Abbruch tut, da der Look und die damit hoffentlich einhergehende Spielweise eben gar nicht darauf ausgelegt ist, 20 BB́s die Sekunde heraus zu jagen. Die allgemeine Verarbeitung ist gewohnt gut, lediglich bei den Internals gibt es noch Luft nach oben. Durch die spezielle Bauweise der Gearbox, ist der von Begadi aktuell zur Verfügung gestellte Tuning Markt eher mau bzw. nicht existent. Begadi arbeitet aber daran und plant definitiv einige Upgrade Möglichkeiten zur Verfügung zu stellen. Bis dahin gilt „ selbst ist der Mann“. Und wenn man auf Performance aus ist, sollte man hier auch Hand anlegen. Wer also ein ausgefallenes Bullpub sucht und sich dabei eher bei den Snipern einreihen möchte und auf eine qualitativ gute Optik steht, ist hier wohl an der richtigen Stelle. Wer aber eine DMR Plattform sucht, mit welcher man möglichst viele BB ́s in kurzer Zeit und am liebsten mit 3 Joule auf seine Gegner niederregnen lässt der ist hier falsch (und meiner Meinung nicht nur bei der falschen Waffe, sondern einfach im falschen Hobby!)Erhältlich ist das ganze bei Begadi, welche auch so freundlich waren uns die SVU zur Verfügung zu stellen.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

CAPTCHA *