Tokyo Marui Hi-Capa 5.1 Stainless Model Review [GBB]

Tokyo Marui Hi-Capa 5.1 Stainless Model Review

Ein leidiges Thema in der Airsoftszene sind GBBs (Gas Blow Back): Je nach Wetterlage sind diese schlecht oder gar nicht zu bespielen. In dem folgenden Review möchten wir über die Tokyo Marui Hi-Capa 5.1 GBB berichten. Wir haben die Pistole einen Tag in romantischer Winteratmosphäre zum Spielen ausgeführt. Warum das so romantisch war und was wir genau mit ihr getrieben haben, erfahrt ihr hier.

Real-Steel-Vorbild?

Entgegen der Meinungen in vielen Reviews und Videos hat die TM Hi-Capa 5.1 ein abstraktes, reales Vorbild, und zwar die STI 2011®. Richtig ist aber, dass es kein direktes (1:1) Real-Steel-Vorbild gibt. Die STI 2011® ist eine konsequente Weiterentwicklung der M1911. Sie ist vornehmlich für IPSC entwickelt worden. Hierfür wurde die beliebte M1911 modifiziert und z. B. mit höherer Magazinkapazität und einer einfachen kompakten Handhabung versehen, um den besonderen Anforderungen des IPSC gerecht zu werden. Die klassische M1911 ist eine semi-automatische Einzelschusspistole, die mit Patronen des Kaliber .45 ACP geschossen wird. Sie wurde von John Browning entwickelt und in der amerikanischen Infanterie (U.S. ARMY) von 1911 bis 1985 eingesetzt. Auf die M1911 und die STI 2011® gehen wir nicht weiter ein, sondern betrachten jetzt die Airsoft-Variante.

Die Fakten:

System: GBB
Kaliber: 6 mm
Magazinkapazität: 31 Stück
Energie: ziemlich genau 0,9 Joule mit light gas
Gewicht: 894 g
Länge: 223 mm
verwendete Materialen: Kunststoff und Metall

Was ist dabei?

Neben der Pistole ist eine Picatinny-Schiene mit einer Länge von 50 mm und einer Breite von 22 mm aus Metall sowie die dazugehörigen Schrauben, ein Laufstopfen, ein Stab zur Laufreinigung (Reinigungsstab), ein kleines Metallstäbchen, das zum Ausschlagen der Löcher für die Befestigung der Picatinny-Schiene gedacht ist, zwei Kunststoffkörper, die ins Magazin eingesetzt werden können, um „dry triggern“ (ohne Kugeln abdrücken, ohne dass der Schlittenfang arretiert) zu ermöglichen,  ein paar BBs, ein Handbuch auf Japanisch, eine Explosionszeichnung, fünf Schießscheiben von 114 mm Durchmesser und ein lustiger Comic mit Dingen, die man nicht tun sollte, getreu dem Motto „do not try this at home“.  Wir finden, hier liegt sehr viel bei, bei keiner anderen GBB-Pistole hatten wir einen ähnlichen Umfang an Zubehör. Vor allem die Explosionszeichnung ist super, hier kann man jedes Kleinteil erkennen und so mögliche Defekte einfach beheben oder nachbestellen.

Die Äußerlichkeiten:

Angekommen ist die Hi-Capa in einer Styroporeinfassung, die mit einem Kartondeckel verschlossen ist. Wenn man den Kartondeckel öffnet, erblickt man eine silberfarbene  Hi-Capa 5.1. Direkt fällt der Schriftzug OPS-M.R.P CAL.45 ins Auge. Das CAL.45 steht für das Kaliber, das in der Real Steel Version verwendet wird. Darunter ist eine Seriennummer eingefasst, die leider nicht fortlaufend ist. Auf dem Griff befindet sich noch einmal die Buchstabenfolge OPS-M.R.P. Leider ist uns nicht ganz klar, was OPS-M.R.P. bedeutet – das können wir nur mutmaßen. Auf der anderen Seite ist an der gleichen Stelle auf dem Griff wieder das OPS-M.R.P eingefasst. Dies ist auch auf den Metallteilen der Airsoft wiederzufinden, außerdem steht dies auf der höhenverstellbaren Visierung. Auf der Verschlussabdeckung steht zudem noch einmal das Kaliber des Originals .45 ACP und das Kürzel M. R. P. Auf dem Metall ist zudem „MADE IN JAPAN“, „TOKYO MARUI“ und „ASG_K“ vermerkt. Insgesamt wurde detailvierliebt gearbeitet. Das Design ist nicht aufdringlich, es ist schlicht und schick. Auf dem Metall ist auch das „F“ von BEGADI fein gelasert, was wir sehr gut umgesetzt finden. Denn bei vielen Importeuren ist das „F“ leider farblich nicht angepasst, hier wurde jedoch wirklich dezent gearbeitet. Die farbliche Abstimmung der gesamten Airsoft gefällt uns sehr gut. Der Mix aus Schwarz und Silber lässt die Hi-Capa schicker als die eintönigen schwarzen Kollegen erscheinen. Das einzige Manko ist, dass der Außenlauf, der vermutlich aus Kunststoff besteht, einen Grat hat, also ein vorstehendes Stück, das vom Gießen zurückbleibt.

Die Visierung ist gut gewählt, man kann mit der Hi-Capa gut zielen. Das Front-Sight (Korn) hat hierfür einen weißen Punkt und hebt sich so von dem Rear-Sight (Kimme) ab. Der Schlitten besteht aus Kunststoff. Der Kunststoff fühlt sich insgesamt hochwertig an. Der Schlittenfanghebel ist aus Metall und rundum sorgfältig lackiert. Die Handballensicherung wurde aus Kunststoff gefertigt. Der Hahn und der Sicherungshebel besteht aus Metall. Der Sicherungshebel ist übrigens von beiden Seiten zu verwenden. Dies ist für Linkshänder besonders interessant, auch wenn der Schlittenfang und der Magrelease nur von der linken Seite benutzbar sind und somit der Linksschütze gezwungen ist, seinen Zeigefinger zu verwenden. Dennoch ist die Umsetzung zu befürworten. Griff, Abzugsbügel und Abzug sind durch eine Struktur auf der Oberfläche angeraut, was die Handlichkeit der Waffe deutlich erhöht. Generell machen die äußeren Bauteile einen sehr guten Eindruck. Der Kunststoff erscheint hochwertig. Das Metall ist für uns ohne erweiterten Test nicht bestimmbar. Unserer Meinung nach macht die Tokyo Mauri Hi-Capa 5.1 bis hierhin insgesamt aber einen sehr guten Eindruck, wenn einen der Kunststoffschlitten nicht stört. Ein weiterer Kritikpunkt der uns gestört hat ist, dass man ein Hartschalenholster vor Benutzung bearbeiten muss.

Auf die inneren Werte kommt es an!

In diesem Spruch steckt viel Wahrheit. Daher haben wir die Hi-Capa auseinander gebaut, um uns die Kleine mal von innen anzusehen. Die Internals sind so ziemlich die besten, die wir je in der Hand hatten, abgesehen von Tuningteilen. Der Lauf besteht aus Messing und ist 112 mm lang. Der Rest besteht, soweit wir das beurteilen konnten, aus Stahl. Insgesamt würden wir so weit gehen und sagen, dass diese Internals ewig halten werden. Was aber auch im Inneren liegt ist die HopUp Einstellung. Will man also das HopUp einstellen, muss man jedes Mal den Schlitten herunter nehmen, ein kleines Rädchen nach rechts oder links drehen und dann den Schlitten wieder aufsetzen. Dies kostet natürlich Zeit. Was aber durchaus positiv ist, ist, dass sich das HopUp nicht von alleine verstellt. Denn zum Drehen des Rädchens benötigt man zumindest etwas Kraft in den Fingern. Daher beschränkt sich das Einstellen des HopUps (sofern man das BB-Gewicht nicht verändert) auf eine einmalige Geschichte. Wir haben im Test gut 100 Mal geschossen und das HopUp hat sich in der Zeit nicht verstellt. Auch nach einem ganzen Spieltag war das HopUp genau so eingestellt wie zuvor. Daher finden wir die Lösung trotz dessen, dass das HopUp innenliegend ist, sehr gut. Hinzu kommt, dass der Gasverbrauch eher gering ist. Wir konnten bei kalten Temperaturen zwei Magazine mit einer Gasfüllung verschießen. Daher dürfte man an warmen Tagen gute drei Magazine mit einer Füllung schaffen. Zusammengefasst: Wir haben uns in die TM Hi-Capa 5.1 mit ihren hochwertigen Internals verliebt.

 

Der Schusstest

Wir haben auf 25 Meter geschossen und 8 von 10 Schüssen haben das Ziel getroffen. Diese Leistung ist für eine Airsoftwaffe sehr gut. Auch im Spiel haben wir die Hi-Capa ausgeführt. Hier hat sie sich sehr gut geschlagen. Sie ist mit den Kunststoffbauteilen viel leichter als andere Modelle. Wer kennt das nicht: Man ist der Vorletzte, der einen Raum betritt, und deckt somit den Weg, durch den man gekommen ist. In Gebäuden zieht man hier die Backup und steht bis zur Gebäudesicherung gern mal einige Minuten so. Da freut man sich über jedes Gramm, das gespart wurde. Darüber hinaus liegt die Hi-Capa einfach gut in der Hand, man zielt intuitiv sehr genau. Hinzu kommt, dass die Sights sehr fein eingestellt werden können und die einzelnen Schüsse sehr konstant sind. Daher sind manngroße Ziele schnell und einfach anvisiert und getroffen.
Beim AIPSC konnten wir die im Spiel gefühlte Tatsache, dass man nach kurzer Zeit sehr intuitiv zielt, bestätigen. Es hat wirklich Freude gemacht, diese Airsoft zu testen.

Fazit:

Was sollen wir sagen? Die Tokyo Marui Hi-Capa 5.1 war auch vor unserem Review eine Legende. Nun haben wir sie selbst getestet und können nur bestätigen, dass dies eine der besten Backups ist, die wir je getestet und gespielt haben. Für einen Preis von 189,00 Euro ist die Pistole auch nicht überteuert. Im Gegenteil, wo man bei anderen Herstellern noch zu teurem Tuning greifen muss, ist die TM Hi Capa out oft he Box direkt ready to play. Das Stainless Modell lässt die Hi-Capa schick aussehen und ist somit auch etwas für Sammler. Wir hatten viel Freude bei diesem Review und  bedanken uns bei BEGADI für das zur-Verfügung-Stellen dieses Modells. Nun möchten wir euch noch den Link dazu [KLICK MICH] anbieten.

Vielen Dank fürs Lesen

Buddy

 

 

Die TM Hi Capa 5.1 Stainless Model

Alle TM-Hi-Capa 5.1-Modelle und die dazugehörigen Magazine im BEGADI Shop.

About Philip

Philip sammelt seit 2010 Erfahrungen im Airsoft Bereich und gründete mehrere Non-Profit Unternehmen. Bis 2011 war er nebenberuflich als begeisterter DiscJockey in verschiedenen Clubs Deutschlands und den Niederlanden unterwegs. Die Begeisterung zum Schreiben und der Kommunikation über Internetseiten und Social Media bewegten ihn dazu im Jahre 2017 Combat-AS zu gründen.

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